Tag 1
Die Aufregung war groß. Gleich fuhren wir ins Schullandheim und alle freuten sich auf ein paar Tage ohne Schule, aber dafür auf tolle Erlebnisse mit ihren Freunden.
Alle wuselten vor dem Bus herum, luden ihre Koffer ein und verabschiedeten sich von ihren Eltern. Die Schülerinnen und Schüler der 5i/k versammelten sich vor dem Bus und als das Zeichen kam, in den Bus zu steigen, setzten wir uns auf die ausgemachten Plätze. Die einstündige Fahrt war lustig, bis es mit einem Blick auf die Uhr nur noch 5 Minuten bis zur Ankunft dauern sollte. Als wir von der Autobahn fuhren, sahen wir ein großes Gebäude mit vielen Fenstern. Also hielt der Bus auf dem Waldparkplatz vor dem Haus und wir luden unsere Koffer aus. Jetzt war die Aufregung am größten. Also her mit den Schlüsseln und auf zur Erkundung der Zimmer und des ganzen Hauses. Denn dafür hatten wir von Frau Borgner-Klein nur eineinhalb Stunden Zeit bekommen, da danach bereits das erste Mittagessen auf uns wartete. Nachdem die Kartoffelpuffer mit Apfelmus gegessen waren, trafen wir uns im Aufenthaltsraum und spielten Spiele.
Als nächstes zogen wir feste Schuhe an und fuhren mit dem Bus zum Bohrturm am Geo-Zentrum. Ungefähr 15 Minuten ging unsere Fahrt bis zu einem hohen Turm aus Metallstangen, die ein tiefes Loch in den Boden gebohrt hatten, um Bodenproben zu nehmen und sie zu analysieren. Als wir aus dem Bus stiegen, schlug uns eine Hitzewelle ins Gesicht. Im Museum wurden wir von unserem Museumsführer empfangen. Wir starteten unseren Rundgang an einer Maschine, die Erderschütterungen misst und sogar zerstörerische Erdbeben auf der ganzen Welt aufgezeichnet hat. Natürlich gab es zum Schluss eine Fragerunde, in der uns alles professionell beantwortet wurde. Danach ging es in einen „Kinosaal“, der uns die Entstehung der Welt erklärte, um im nächsten Raum den Zeitstrahl der Milliarden Jahre zu erforschen. Es gab sogar einen Erdbebensimulator, bei dem man auf verschiedenen Stufen die Erschütterung spüren konnte. Danach sind wir mit Schutzhelmen auf den Bohrturm hochmarschiert. Oben erwartete uns ein interessantes Video zur Arbeit bei der Tiefbohrung. Am Ende hatten alle, die wollten noch kurz Zeit, sich im Shop etwas auszusuchen. Als jeder fertig war und bezahlt hatte, konnten wir freudig gehen. Als wir heimfuhren, waren alle sehr müde und geschafft und wir freuten uns sehr auf das Abendessen. Danach spielten wir noch ein paar Runden Werwolf und dann waren wir so müde, dass wir nur noch in unsere Betten fielen.
Tag 2
Nachdem die meisten vor Aufregung in der ersten Nacht nicht so gut geschlafen hatten, gingen wir frühstücken und hörten uns an, wie der Tag ablaufen sollte. Am Vormittag teilten sich die Klassen auf. Die 5i dachte zusammen mit Frau Borgner-Klein darüber nach, wie unsere Schultaschen wohl in der Zukunft aussehen könnten und die 5k ging mit Herrn Roser und Frau Thumann auf den Hof hinter der Jugendherberge, um lustige Spiele zur Förderung der Gemeinschaft zu spielen. Nach diesen spannenden Aktivitäten kamen die beiden Klassen wieder zusammen, um die, von den Lehrern ausgedachte, „Marshmallow-Challenge“ zu bewältigen. Es gab 6 verschiedene Teams und jedes Team bekam:
1 m Klebeband, 25 ungekochte Spagetti-Nudeln und ein Marshmallow
Aus diesen Utensilien musste jedes Team einen möglichst hohen Turm bauen und das Marshmallow auf die Spitze stecken. Nachdem die Zeit abgelaufen war, wurde gemessen. Der Turm des Gewinnerteams war ganze 25 cm hoch und es hat die restliche Marshmallow-Packung gewonnen. Danach gab es ein, wie immer, vortreffliches Mittagessen und alle waren gespannt darauf, was wir wohl nach dem Essen machen würden. Als wir jedoch hörten, dass die Lehrer eine Wanderung geplant hatten, waren wir nicht mehr so begeistert. Trotzdem holten wir das „Nötigste“ aus unseren Zimmern und liefen zum Treffpunkt vor der Jugendherberge. Als sich alle versammelt hatten, erklärten uns die Lehrer, dass wir immer zusammenbleiben sollten usw. Dann gab Herr Roser einer kleinen Gruppe eine große Karte, damit sie unsere genaue Route anleiten konnten. Nach dieser kurzen Besprechung liefen wir los. Doch schon nach kurzer Zeit mussten wir vor Erschöpfung und Fußschmerzen eine Zwischenpause einlegen. Danach ging es weiter. Unser Weg führte uns durch einen dichten Wald über holperige Steine und Wurzeln. Außerdem liefen wir nach einer ganzen Weile auch an einem schmalen Bach vorbei, der in einen trüben Fluss mündete. Nach ein paar Versuchen hatten wir es geschafft, dass die Lehrer uns erlaubten die Schuhe auszuziehen und in den Bach zu steigen. Das Wasser war ziemlich kalt, aber trotzdem war es angenehm, den sanften Wasserstrom hin zu dem Fluss zu spüren. Als wir wieder aus dem Bach stiegen, stellten wir fest, dass niemand ein Handtuch eingepackt hatte, als wir das „Nötigste“ einpacken sollten. Also mussten wir leider mit nassen, aber sauberen Füßen wieder in die Schuhe steigen und dann ging es weiter. Wir liefen, liefen und liefen! Nach einem großen Feld, auf dem Kühe grasten, kamen wir in einen kleinen Ort namens Falkenberg. Wir waren auch sehr begeistert, als die Lehrer uns mitteilten, dass wir uns ein Eis kaufen durften. Denn nach unserer Meinung hatten wir es mehr als verdient. Frisch gestärkt machten wir uns auf den Weg zu unserer nächsten Station. Es war eine alte Burg, zu der wir hinaufblickten. Sie war umgeben von Sträuchern und Bäumen. Wir stiegen auf die große raue Steintreppe, die dort war, und liefen zur Burg hoch. Oben angekommen legten wir die Rucksäcke ab und aßen, lachten und staunten über die Aussicht von hier oben. Dann riefen uns die Lehrer zusammen, um ein schönes Erinnerungsbild zu machen. Nach etlichen Versuchen hatten wir es auch geschafft, dass alle auf dem Bild gut zu erkennen waren. Nach dem Fotoshooting nahmen wir unsere Rucksäcke und machten uns lachend und tratschend auf den Rückweg. Als wir wieder bei der Jugendherberge ankamen, waren wir uns einig, dass es trotz der schmerzenden Füße, der Hitze und dem Geschleppe eine tolle Wanderung war. Zufrieden aßen wir zu Abend und spielten in der Dämmerung noch Fußball, Volleyball und Werwolf, natürlich mit den Lehrern! Nach diesem Spieleabend gingen wir dann nach oben oder nach unten in die jeweiligen Zimmer und in dieser Nacht schliefen die meisten viel besser als in der Vorherigen.
Tag 3
Diesmal mussten alle schon um 7:30 Uhr wach sein. Wir hatten nämlich am letzten Tag noch viel vor. Als erstes war um 8:30 Uhr Frühstück angesagt. Jeder hat es sich nochmal so richtig schmecken lassen. Danach hatten wir noch Zeit, unsere Sachen zu packen und uns mit Sonnencreme einzuschmieren. Die Aufregung war wieder groß. So ein schöner Tag. Die Tage im Schullandheim vergingen wie im Flug, jeder hatte eine tolle Zeit mit seinen Freunden zusammen. Doch es war noch nicht vorbei. Wir nutzten den letzten Tag noch aus und fuhren zu einem erloschenen Vulkan. Das war ein großer Berg, der früher mal ein Vulkan war. Daneben gab es Stufen, die wir hochstiegen, bis auf die Spitze des Vulkans. Die Aussicht von oben war ein Traum. Eine prachtvolle Kirche war oben auch zu sehen. Aber dann machten wir uns wieder auf den Weg nach unten. Wir sahen dort unten mehrere, schmale, dunkle Felsengänge, in die wir hineingingen. Das Wetter war so heiß, aber in den Gängen war es schön kühl. Anschließend liefen wir in ein Vulkanmuseum. Dort konnten wir uns Kopfhörer ausleihen, um kurze Dokus anzuschauen und zu hören. Einen kleinen Shop gab es auch. Was aber keiner aus unserer Klasse ahnte, war, dass es alle 60 Minuten einen Vulkanausbruch gab. Wenn der Timer zu Ende war, ging es los. In einem Loch mit Gitterboden sammelte sich rot- orangener Rauch. Plötzlich kam ein lautes Geräusch und der Rauch stieg riesengroß auf. Einen kurzen Animationsfilm über Vulkane haben wir uns davor auch noch angesehen. Aber dann war es leider schon vorbei. Wir hatten uns alle noch ein leckeres Eis gekauft und liefen zurück zum Bus. Es war ungefähr halb eins und wir fuhren zurück nach Hause. Die ganze Busfahrt lang wurde, wie immer, viel Quatsch gemacht. Dann war es so weit. Der Moment, in dem wir unsere Eltern und unsere Familie wieder sahen. Der Zeitpunkt, an dem wir wieder bei unserer Schule waren und unseren Eltern „Hallo“ sagen konnten.
Geschrieben von: Elena Bohnert, Isabel Kühnel und Linda Subasic aus der damaligen 6i