Im Rahmen des täglichen Unterrichts werden am Martin-Behaim-Gymnasium in jedem Schuljahr durchschnittlich fünfzehn junge Kolleginnen und Kollegen als Lehrkräfte für die Fächer Deutsch, Englisch, Geschichte, Mathematik, Physik, Politik und Gesellschaft sowie Wirtschaftswissenschaften ausgebildet.
Unsere Schule profitiert in vielerlei Hinsicht von dieser Aufgabe, denn die jungen Kolleginnen und Kollegen kommen nach ihrem Ersten Staatsexamen von der Universität, weshalb sie wissenschaftlich und didaktisch auf dem aktuellen Stand vorgebildet sind. Bewährte und neue Unterrichtsmethoden werden von den jungen Kolleginnen und Kollegen gleichermaßen ausprobiert und angepasst. Manchmal wird dabei durch Klassenteilungen sogar ein besonders intensiver Unterricht möglich. In ihrer Professionalisierung werden sie von den Betreuungslehrkräften unseres Stammpersonals und den Seminarlehrkräften der jeweiligen Fächer intensiv betreut. Vom wechselseitigen Feedback profitieren Schüler und Schülerinnen sowie Lehrkräfte gleichermaßen.
Das Team der Seminarlehrkräfte:
Fachseminare
- Deutsch (Sabine Horst)
- Englisch (Monika Reitinger)
- Geschichte (David Denninger)
- Mathematik (Dr. Martina Finzel-Hoffmann)
- Physik (Dr. Sebastian Luther)
- Politik und Gesellschaft (Christina Maier-Hofer)
- Wirtschaftswissenschaften (Ingo Schedel)
Allgemeine Fächer
- Schulkunde (Friedhelm Klöhr)
- Grundfragen staatsbürgerlicher Bildung (Christina Maier-Hofer)
- Pädagogik (Christoph Holzwarth)
- Psychologie (Markus Böhm)
Die Ausbildung erfolgt in mehreren Phasen:
1. Ausbildungsabschnitt
Nach einer Reihe von Lehrversuchen in verschiedenen Jahrgangsstufen übernehmen die Studienreferendare in der Woche nach den Herbstferien in jedem ihrer Fächer mindestens eine Klasse bzw. einen Oberstufenkurs. In dieser Phase des zusammenhängenden Unterrichts, die bis zum Ende des ersten Halbjahres dauert, werden sie intensiv von Stammlehrkräften betreut, die weiterhin die volle Verantwortung für die Notengebung und für pädagogische Maßnahmen tragen. Am Ende dieser Ausbildungsphase legen die Studienreferendare ihre erste Prüfungslehrprobe ab.
2. Ausbildungsabschnitt
Nach den Zwischenzeugnissen verlassen die Seminarteilnehmer ihre Stammschule und setzen ihre Ausbildung an den Einsatzschulen fort, wo sie mehrere Klassen bzw. Kurse im eigenverantwortlichen Unterricht übernehmen. Auch in diesem Abschnitt des Referendariats werden die Seminarteilnehmer von erfahrenen Stammlehrkräften betreut und in fachlichen und pädagogischen Fragen beraten. In dieser Phase der Ausbildung, die ein Jahr dauert, kommen die Studienreferendare in regelmäßigen Abständen an ihre Stammschule zurück, um dort über ihre unterrichtliche Tätigkeit zu berichten. Während des zweiten Ausbildungsabschnitts legen die Studienreferendare ihre nächste Prüfungslehrprobe ab. Das Martin-Behaim-Gymnasium ist auch eine Einsatzschule für Referendare anderer Studienseminare, so dass manche Klassen in Fächern unterrichtet werden, in denen an unserer Schule nicht ausgebildet wird, z. B. in Biologie oder Chemie.
3. Ausbildungsabschnitt
Nach dem Einsatzschuljahr, in dem sie viel Unterrichtserfahrung sammeln konnten, kehren die Studienreferendare an ihre Stammschule zurück und übernehmen in jedem ihrer Fächer ein bis zwei Klassen bzw. Kurse. Sie geben überwiegend eigenverantwortlichen Unterricht, werden aber auch in dieser Phase der Ausbildung von Betreuungslehrkräften unterstützt. Im letzten Ausbildungsabschnitt legen die Studienreferendare nicht nur ihre dritte Prüfungslehrprobe ab, sondern im Juni auch das Zweite Staatsexamen, das aus einer Reihe von mündlichen Prüfungen besteht. Nach dem Examen unterrichten die Lehramtsassessoren ihre Klassen und Kurse weiter bis zum Schuljahresende.